Warum mit mir?

Damit Sie mich ein wenig kennen lernen und wissen, warum Sie gerade mit mir zusammen arbeiten möchten, erzähle ich Ihnen, wie ich auf diese Idee kam und was gerade mich für diese Arbeit auszeichnet.
Das Schreiben fand schon früh meine Begeisterung und eine dies bezügliche Begabung attestierten mir – Gott sei Dank – auch meine Lehrer.

Da lag es nahe, dass ich Begeisterung und Begabung miteinander verknüpfte. Und so wurde ich Journalistin. 


Zunächst in meiner Heimat Düsseldorf, später dann in München habe ich viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Ich habe recherchiert und eine Vielzahl an Interviews geführt. Die Ergebnisse dieser Arbeit konnten mehrere hunderttausend Menschen Woche für Woche oder Monat für Monat verfolgen. 

Dann wurde ich Mutter, war nicht mehr ganz so flexibel wie zuvor – und musste mich neu orientieren.

Aus der quirligen Reporterin wurde eine Autorin für psychosoziale Themen; Familie, Partnerschaft, seelische Gesundheit.
Schon als junger Mensch hat mich die Psychologie fasziniert und interessiert. Daher ergriff ich bald die Gelegenheit, an der Frankfurter Paracelsus-Schule eine zweijährige Ausbildung zum überprüften Heilpraktiker für Psychotherapie zu absolvieren.

Nun suchte ich nach einem Weg, diese beiden Leidenschaften zu verbinden: Menschen zuzuhören und darüber zu schreiben.

Vor wenigen Jahren starb meine Großmutter im Alter von 96 Jahren. Sie lebte bis auf die letzten zwei Monate daheim und erfreute sich guter geistiger Gesundheit. Natürlich ließ das Kurzzeitgedächtnis mit der Zeit ein wenig nach. Aber eben nur das. Kurz vor ihrem Tod besuchte ich sie mit meiner damals 15-jährigen Tochter. Wir saßen abends zusammen. Omi und ich plauderten. Meine Tochter verfolgte über Kopfhörer einen Film im Fernsehen. Teenager halt.

 

Oma und Enkelin

Omi erzählte von ihrer Flucht aus Niederschlesien 1945. Sie schilderte minutiös, wie sie aus der Wohnung mussten, wie oft die Zugfahrt wegen Fliegeralarm unterbrochen werden musste und wie sie allein mit vier kleinen Kindern schließlich über welche Umwege in Sachsen gelandet sind und den Himmel über Dresden haben brennen sehen. 

Irgendwann hatte der Film meiner Tochter Werbepause. Sie nahm den Kopfhörer ab, um sich etwas zu trinken zu holen. Sie hat ihn an diesem Abend nicht mehr aufgesetzt.

Völlig fasziniert lauschte sie den Erzählungen ihrer Ur-Großmutter. Die berichtete weiter von der Suche nach Unterkunft und wie sie es erlebt hat, als eines ihrer Kinder nur wenig später tödlich verunglückte – sie war völlig in die Vergangenheit getaucht.
Ihre Erzählungen waren unglaublich spannend und interessant.

Das war die Geschichte meiner Familie. Der Familie meiner Tochter. 



Irgendwann ging Omi schlafen. Meine Tochter und ich blieben noch lange wach. Sie wollte so viel wissen -
und ich konnte ihr so wenig erklären. 

Ich erzählte meiner Mutter davon. Die hat sich daraufhin entschlossen, ihre Geschichte zu erzählen und somit für ihre Enkel zu bewahren.
Drei Monate nach unserem Besuch starb Omi. Ich habe sie noch zwei Mal besucht, aber es ergab sich nie mehr die Gelegenheit für ein solch intensives Erzählen. Viel würde ich heute darum geben, das alles noch einmal mit ihren Worten zu hören. Zu lesen. Die Erinnerung wird verblassen, weil nichts da ist, das sie bewahrt.

So entstand die Idee zu Erinnerung-Teilen und der Wunsch, meine Fähigkeit zum Schreiben und empathischem Zuhören in einen ganz besonderen Dienst zu stellen.

Ich helfe Ihnen, zu Lebzeiten Erinnerungen zu teilen, die ohne dieses gemeinsame Bestreben unwiederbringlich verloren wären.

 

Jetzt anfragen